Mai 2021

Offener Brief an Landeshauptfrau Stellvertreter Pernkopf

Sehr geehrter Herr LH.- Stv. Pernkopf,

in der der Ausgabe der Zeitung „Kurier“ von letztem Sonntag habe ich im NÖ Teil einen interessanten Bericht zum Thema Bodenversiegelung in NÖ mit dem Titel „Wird das Land zubetoniert?“ gelesen.

Darin haben Sie sich dazu bekannt „die Zersiedelung in unseren Orten zu bekämpfen“ und Verkehrsprobleme im städtischen Umfeld frühzeitig zu vermeiden.

In diesem Zusammenhang wird auch eine Studie zitiert, in der der nach wie vor zu Hohe Bodenverbrauch in NÖ von 0,81 Hektar pro Tag gegenüber dem Ziel von 0,57 Hektar kritisiert wird.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen ist nunmehr ein weiterer Schritt in die falsche Richtungmit dem geplanten Biomasseheizkraftwerk mitten in der Naturlandschaft zwischen Biedermannsdorf und Vösendorf, geplant.

Ich ersuche Sie daher, sehr geehrter Herr LH-Stv. Pernkopf, diesem Vorhaben der EVN an diesem Standort eine Absage zu erteilen, da diese Planung nicht nur den o.a. Grundsätzen widerspricht, sondern auch in den Gemeinden Biedermannsdorf und Vösendorf von den GemeindebürgerInnen abgelehnt wird .

Dies wird nicht zuletzt durch die, schon im Vorfeld der geplanten Volksbefragung, nahezu 1700 Unterstützer der in beiden Orten gestarteten Petitionen dokumentiert.

Ich würde mich freuen, wenn auch Sie den Initiatoren der Petition und den vielen Unterstützerinnen und Unterstützer durch Ihre Ablehnung einer weiteren Bodenversiegelung im Grünland wohlwollend zur Seite stehen.

Mit besten Grüßen

Dr. Wilhelm Stark

Initiator der “Petition gegen den Bau eines Biomasseheizkraftwerks in Biedermannsdorf“

Artikel in Kurier beiliegend!




Brief an Bürgermeisterin Dalos

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

um der Bevölkerung von Biedermannsdorf im Vorfeld der für 30.5.2021 angesetzten Volksbefragung eine ausgewogenen Meinungsbildung zu dem von der EVN geplanten Biomasseheizkraftwerk zu ermöglichen, bin ich von einigen Unterstützern meiner Petition gegen den „Bau des geplanten Biomasseheizkraftwerks am Standort Biedermannsdorf“ gebeten worden, an sie mit der Bitte heranzutreten, das Deckblatt der Petition in den Schaukästen der Gemeinde zu veröffentlichen.

Ich denke, dass die Veröffentlichung nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats zur Durchführung einer Volksbefragung, einen Beitrag zur Information und demokratischen Meinungsbildung der Bevölkerung darstellt. Ein Muster des Deckblattes lege ich als Anhang bei und ersuche um Kontaktnahme wie viele Exemplare ich dem Gemeindeamt zur Verfügung stellen soll.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen

Dr. Wilhelm Stark, Initiator der Petition

Schreiben an die Umweltstaatsanwaltschaft  NÖ


Sehr geehrte Damen und Herren,

wie sie vielleicht schon Berichten in diversen Medien entnommen haben, plant die EVN die Errichtung eines Biomasseheizkraftwerks in Biedermannsdorf. 

Der geplante Standort liegt mitten im Naherholungsgebiet zwischen Biedermannsdorf und Vösendorf und zerstört bzw. zerschneidet damit eines der letzten Naturerholungsgebiete im südlichen Grüngürtel nahe Wien.

Möglich wird dieser geplante Standort erst durch eine Bestimmung des NÖ Raumordnungsgesetzes, welches von den Gemeinden im Gegensatz zu Projekten von Windkraft –oder Solaranlagen keine spezielle Widmungsart erfordert und diesen auch kein Mitspracherecht zugesteht.

Diesen unbefriedigenden Zustand wollten einige Abgeordnete des NÖ Landtages durch Einbringung eines Initiativantrages im Bauausschuss vom 19.11.2020 beseitigen.

Dieser Antrag wurde jedoch im Landtag am 17.12.2020  ohne sachliche Begründung abgelehnt.

Damit ist NÖ das einzige Bundesland , wo die Errichtung von umweltschonenden Projekten zur Energiegewinnung, bei gleichwertigen Voraussetzungen hinsichtlich Flächenwidmung und Mitbestimmung der Gemeinden  unterschiedlich behandelt werden.

Darauf wurde auch im Antrag auf Änderung dieser einseitigen Bevorzugung von Biomasseheizkraftwerken hingewiesen. 

Als Gründer der Bürgerinitiative „Nein zum Kraftwerk Biedermannsdorf an diesem Standort“ bitte ich Sie daher, aus Sicht der Umweltanwaltschaft um Ihre rechtliche und verfassungskonforme Beurteilung dieses Sachverhalts und um Aufklärung dieser offensichtlichen Ungleichbehandlung bei der Realisierung von Projekten zur umweltschonenden Energiegewinnung.

Ihrer geschätzten Antwort mit großem Interesse entgegensehend verbleibe ich    

mit besten Grüßen 

Dr. Wilhelm Stark, Mitglied der Bürgerinitiative

mehr als 80% sagten -                nein zum Kraftwerk
Danke für Ihre Unterstützung bei der Volksbefragung